Herz und Kranzgefäße


Die Untersuchung des Herzens mit der Kernspintomographie ist bei angeborenen Missbildungen und Funktionsstörungen sinnvoll. Auch bei der koronaren Herzerkrankung ist die Kernspintomographie des Herzens (Kardio-MRT) eine sehr gute Methode. Es lassen sich hiermit unter medikamentöser Herzbelastung (Stress-Kardio-MRT) Minderdurchblutungen des Herzmuskels erfassen. Auch das Ausmaß und die Folgen eines abgelaufenen Herzinfarktes lassen sich mit dieser Methode optimal erkennen.

Kernspintomographien des Herzens



Durch die neuesten Geräteentwicklungen auf dem Gebiet der Computertomographie mit Einführung der Mehrzeilen-Computertomographie mit >16 Zeilen sind nun auch nichtinvasive Untersuchungen der Herzkranzgefäße bei der koronaren Herzkrankheit möglich. Es können sowohl quantitative Bestimmungen des Verkalkungsgrades der Kranzgefäße (Calcium-Scoring/Agatston-Score) als auch direkte Gefäßdarstellungen der Herzkranzgefäße (CT-Koronarangiographie) erfolgen (siehe auch Computertomographie).

CT-Koronarangiographie 



Gefäße

Verschiedene Erkrankungen der Brusthauptschlagader (Aorta) wie z.B. eine Erweiterung des Gefäßes mit der Gefahr des Einrisses, ein Einriß der Gefäßinnenwand (Dissektion) oder eine Engstelle sind sowohl mit der Kernspintomographie als auch der Computertomographie darstellbar. Die Kernspintomographie kommt ohne Strahlenbelastung aus, wegen ihrer höheren geometrischen Präzision wird zur OP-Vorbereitung die CT empfohlen.
Bei der Frage nach einer Lungenembolie ist die Mehrzeilen-Computertomographie inzwischen die Methode der Wahl, da sich mit unserem Hochleistungs-CT Embolien direkt bis in die kleineren Lungenarterien darstellen lassen und gleichzeitig eventuelle Folgen der Embolie am Lungengewebe dargestellt werden.


Gefäßdarstellung im Brustraum mit MRT



Lunge


Lungenerkrankungen wie Entzündungen, Tumoren und Metastasen stellen sich am besten in der Computertomographie dar, da sie eine sehr hohe Detailauflösung ermöglicht. Die Kernspintomographie ist hierfür ungeeignet.
Die Darstellung von Rippenfellveränderungen (z. B. Tumore) gelingt mit der CT und der MRT.

CT eines Rippenfelltumors (Pleuramesotheliom) 



Lymphknoten


Eine Vergrößerung der Lymphknoten im Brustraum durch gutartige und bösartige Erkrankungen ist sowohl mit der Kernspintomographie als auch mit der Computertomographie nachweisbar. Soll die Lunge nicht gleichzeitig mituntersucht werden, ist wegen des Strahlenschutzes die Kernspintomographie zu bevorzugen.